1A-JobHaus.de Blog

Tipps und Tricks rund um Ihren Job

Einer der Blogautoren – Lutz Czieselsky, meine Story

November 26th, 2009 by Lutz Czieselsky

Meine Geschichte etwas ausführlicher, damit Sie verstehen; hier schreibt ein Mensch wie du und ich.

Hallo lieber Leser,

ich bin 52 Jahre und wuchs im Ostteil Berlins im Stadtbezirk Treptow auf. Von unserer Wohnung hatte ich als Kind einen Fernausblick auf die Mauer und bekam manchmal nachts das Hundegebell, die Leuchtkugeln und die Schüsse mit, wenn sich wieder einer von unserer “wunderschönen” Republik verabschieden wollte.

Nach dem Abschluss der 10. Klasse erlernte ich in Grünau den Beruf des Betonwerkers, dessen Ausübung mir am Anfang auch grossen Spass machte. Wir stellten die Aussenwände der WBS70- Serie (für Plattenbauten) her. Unsere gesamte Jugendbrigade klotzte mächtig ran und wir halfen so letztendlich vielen Menschen, eine eigene Wohnung zu erhalten und verdienten für DDR- Verhältnisse auch gut. Nach ein paar Jahren konnte und wollte ich diesen Beruf nicht mehr ausüben, da der ständige Hallenkrach, Zement und Trennungsöl, sowie die körperlich sehr schwere Arbeit meine Gesundheit belasteten.

In der Folgezeit arbeitete ich als Drahtzieher, Stanzer, Glüher und Vorarbeiter in Berlin und sogar als Kellner auf der Insel Usedom. Dabei nahm ich auch mehrere Weiterbildungen in Erdgas, Metall und Gastronomie mit. Sie sehen also, lieber Leser, mein Lebenslauf ist nicht gerade das, was man eine Berufskarriere nennen könnte.

Nach 1991 kehrte ich durch Arbeitsplatzabbau von der Insel Usedom zurück, schlug mich mit Jobs auf dem Bau, Werbung in Briefkästen stecken, und anderen Jobs bis zum Jahre 1996 durch. Durch den Tipp eines Bekannten besuchte ich die Zweigstelle einer bekannten Wuppertaler Firma in Berlin und arbeitete anschliessend als selbständiger Vertreter im Vertrieb von Staubsaugern. Mit 2 Koffern 12 Stunden täglich Treppe rauf, Treppe runter – das war auch nicht einfach. Mitte 1997 war beruflich mit körperlicher Arbeit nichts mehr zu machen, da meine Füsse und mein Rücken nicht mehr wollten.

Ich überlegte hin und her, das Thema Schulden und Insolvenz kam damals immer stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung. Also eröffnete ich mit einem ehemaligen Klassenkameraden eine Fa. für Umschuldung und habe dabei eine Menge gelernt. Nur dieser “Freund” betrog mich auf’s Gröbste. So geriet ich selbst in den Teufelskreis der Schulden und deren Zinsen. Genug davon. Nach langer Zeit und vielen schlaflosen Nächten sammelte ich meine Gläubiger mit dem PC, ging selbst zum Amtsgericht und veranlasste mein Insolvenzverfahren.

In der Arbeitslosigkeit seit 2003 überlegte ich weiterhin, was ich mit meinen eingeschränkten Möglichkeiten nun machen könnte. Es sollte, gesundheitsbedingt, etwas am Schreibtisch sein. Also besuchte ich 2004 noch einmal eine 4monatige Weiterbildung in der Selbständigkeit. Und dann kam mir die zündende Idee. Mit einem Freund als Geschäftsführer eröffneten wir im März 2006 nach einer halbjährigen Vorbereitung  die Private Arbeitsvermittlung “job-providers”. Sebstverständlich habe ich schon längst meinen IHK- zertifizierten Abschluss als Privater Arbeitsvermittler in der Tasche.

Anfangs vermittelten wir nur in Berlin und Deutschland, später hauptsächlich ins Ausland, z.B. Österreich. Ganz langsam ging es in Zusammenarbeit mit ARBEITfinder24 (andere Arbeitsvermittlung) bergauf. Wir konnten vielen Menschen in Arbeit helfen. Im Laufe der Zeit erkannten wir, dass Vermittlungen allein nicht ausreichen. Die Ansprüche der heutigen Zeit sind viel höher geworden. Meine Erfahrung in der Arbeitsvermittlung beläuft sich auf weit über 10.000 Arbeitsstunden mit hunderten von “Kunden”. Nicht die Vermittlung ist heute unsere Hauptaufgabe, sondern das Aufzeigen des Weges zu einem guten Job und natürlich auch die realen Jobmöglichkeiten.

Die Jobs werden weniger. Viele Menschen verstehen immer noch nicht, dass sie sich mehr anstrengen müssen, sich bei der Bewerbung besser darstellen müssen als früher. Es ist tatsächlich so, als preisst man sich an. Man muss sich gut verkaufen können. Leider!

Dieser Blog soll Ihnen dabei helfen.

Ich hoffe, Sie sehen, mir ist es auch nicht leicht ergangen. Deshalb kann ich mich in die meisten von Ihnen nicht nur sehr gut hinein versetzen, sondern auch mögliche Wege zur Problemlösung aufzeigen.

Ihr Lutz Czieselsky


Adresse zum posten bei Twitter:
http://bit.ly/7ueDBy


Post to Twitter



This entry was posted on Donnerstag, November 26th, 2009 at 12:10and is filed under Blog + Autoren. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

Leave a Reply