Vorsicht Hartz4 Falle – Finger weg von unseriösen Jobangeboten
Juni 2nd, 2010 by Wolfgang Thränhardt
Je größer die Arbeitslosigkeit, desto größer die Anzahl von verzweifelten Menschen, die auf der Suche nach Arbeit sind und sich an jedes vermeintlich gutklingende lukrative Jobangebot wie an einen “Strohalm” klammern.
Besonders in der letzten Zeit tummeln sich immer mehr Betrüger in den Medien, die keinerlei Skrupel haben und versuchen, auch noch die Ärmsten abzuzocken. Der Trick ist immer derselbe: Bevor Sie überhaupt noch einen Cent verdient haben, müssen Sie schon Vorkasse leisten. Das geschieht oftmals durch eine teure 0900-Nummer, die sich auch hinter einer Normalnummer aus dem jeweiligen Ortsnetz verstecken kann, durch endlose Bandansagen, durch Infomaterial, das Ihnen in Wirklichkeit nicht weiterhilft und das Sie in Vorkasse bezahlen sollen.
Für den Normalbürger ist es oft nicht leicht durchschaubar, welche Jobangebote wirklich seriös sind..
Grundsätzlich gilt: Niemand hat etwas zu verschenken. Je verlockender das Angebot, desto größer sollte Ihr Misstrauen sein. Bevor Sie sich noch mehr verschulden: Lassen Sie lieber die Finger weg von solchen unseriösen Jobangeboten.
Deshalb ist es umso wichtiger, dass Sie:
- jede Jobanzeige mehrfach, äußerst gründlich und in Ruhe durchlesen.
- lernen auch zwischen den Zeilen zu lesen.
Unseriöse Stellenanzeigen erkennen Sie sehr leicht an folgenden Kriterien:
- Die in Aussicht gestellte Verdienstmöglichkeit ist überdurchschnittlich hoch.
- Es gibt keine korrekte Jobbezeichnung.
- Es gibt keine oder, wenn überhaupt, nur eine sehr schwammige Angabe über den Aufgabenbereich.
- Es gibt bis auf eine Telefonnummer keine weiteren Hinweise auf die Firma.
- Es gibt keine konkrete Kontaktadresse.
- Die gesamte Anzeige liest sich wie ein Versprechen.
- Sie sollen als Voraussetzung unbedingt benötigte Arbeitsmaterialien und Lehrgänge nebst anstehenden Hotelkosten selbst bezahlen.
- Unter der angegebenen Telefonnummer aus dem Ortsnetz wird auf eine 0900-Nummer verwiesen.
- Sie sollen Geräte oder Waren kaufen und diese dann auf eigenes unternehmerisches Risiko weiter veräußern.
- Sie sollen “Kugelschreiber zusammenbauen”, “Prospekte falten” usw. (Haben Sie sich nicht schon einmal gewundert, wie viele Kugelschreiber angeblich zusammengebaut werden müssen, und warum es dafür nicht schon längst Maschinen gibt?)
- Ganz besondere Vorsicht ist geboten bei Film- und Modelagenturen, Anlagevermittlern und Castingagenturen. Leider gibt es gerade in diesen Branchen mehr schwarze Schafe, als wirlich seriöse Unternehmen. Seriöse Agenturen verlangen niemals Geld für die Erstellung von Fotomappen oder die Aufnahme in ihre Kartei und führen ihre Bewerbungsgespräche auch nicht in irgendeinem Hotelzimmer!
Gehen Sie aber auch niemals auf Anzeigen mit Formulierungen ein, wie z.B.:
“Junge Leute für Reisetätigkeit gesucht” oder “Beifahrer/Produktionshelfer gesucht” – dahinter verstecken sich oft Vertriebsfirmen, die ihre “Drückerkolonnen” mit arglosen jungen Leuten auffüllen möchten. Mit einem raffinierten System an Druck und Bindung (durch Verleitung zum Schuldenmachen) wird man “gezwungen”, Verbrauchern mit Schwindeleien Zeitschriften-Abos oder sinnlose Vereinsmitgliedschaften “aufzudrücken”. (Zitat: Verbraucherzentrale Hamburg)
Achtung: Trifft einer oder auch mehrere Punkte zu: Lassen Sie unbedingt die Finger davon weg und sparen Sie sich die Mühe, sich für diese Stellen überhaupt zu bewerben!
Um ganz sicher zu gehen, hilft sehr oft der Gang zu einer Verbraucherzentrale in Ihrer Nähe oder die gründliche Recherche in zahlreichen Internetforen.
Einige der schwarzen Schafe finden Sie unter:
This entry was posted on Mittwoch, Juni 2nd, 2010 at 23:55and is filed under Arbeit. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.